Närrischer Rat Dortmund

Herrensitzung 2015

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Zum 37. Mal Männerkarneval des Närrischen Rats in der Westfalenhalle 2
Es ist finster, die Musik dröhnt durch die Halle, und fast tausend Männer liegen sich glücklich grölend in den Armen. Gleich das Auftaktlied ist ein Hit der Dortmunder Karnevalsszene und wird vielstimmig mitgesungen. Als Familienzeitung zitieren wir an dieser Stelle nicht den Text, merken aber an, dass er sowohl unflätige Worte nutzt als auch der Heidi aus den Bergen eine Tätigkeit im horizontalen Gewerbe unterstellt. Ja, meine Herren – erst mal derartig in Stimmung gebracht, zündet danach jeder Männerwitz. Da bleibt kein Auge trocken und keine Kehle ungespült.
„Du bist bestimmt sexsüchtig, sagt der gestresste Mann zu seiner Frau. Geh mal zum Arzt. Sagt die Frau: Da war ich schon. Der kann auch nicht mehr.“ Das sind die Kalauer, mit denen Spezialisten wie der Tulpenheini aus Belgien oder „Dä Bundeswehrsoldat“ das ausschließlich männliche Publikum zum Lachen bringen.
Nächstes Jahr wieder
Auffallend bei der Herrensitzung ist, dass auch der Jungmänner-Nachwuchs mit dabei ist. „Wir kommen immer so mit 30 bis 35 Mann von Rot-Gold Wickede,“ sagt der junge Mann mit Sakko und Jeans, der genauso wie der 23-jährige Dominik gerne die 50 Euro Eintrittsgeld für die abwechslungsreiche Herrenparty bezahlt hat. „Klar komme ich nächstes Jahr wieder“, ist der Jung-Jecke sich sicher.
Und dann gibt es auch wieder Ramba-Zamba auf der Bühne. Ein Dutzend Girls von der Kölner Tanz-Formation „Fauth-Dance-Company“ lassen die Beine und die kurzen Röckchen nur so fliegen, das es den Gentlemen im schwarzen Frack ganz wunderbar die Sterne in die glänzenden Augen zaubert. Auch die weiter hinten stehenden Männer an den langen Tischreihen können sich das Spektakel ganz genau auf der großen Videoleinwand vorne an der Bühne anschauen.
Und dann liegen sie sich in den Armen, wippen und stippen mit den Füßen, kraulen sich vertraut den Rücken und prosten sich immer wieder zu. Herrensitzung heißt eben auch durchhalten, lange stehen, hüpfen, tanzen.
Wer das vier Stunden übersteht, hat sich anschließend einen „Absacker“ in der „Schwemme“ der Westfalenhallen verdient. Übrigens dann auch wieder mit den eigenen Frauen, die ab 14 Uhr wieder zugelassen sind, um ihre altgedienten Haudegen wieder im Schlepptau nach Hause zu chauffieren.
Quelle: Karlheinz Streitbürger

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